Methodik der Digitalen Transformation (8): Das Digitale Haus und das strategische Dach

Strategien waren lange weitgehend autarke Unternehmens-Entscheidungen. Mit der Digitalisierung, die von nicht wenigen als „die nächste industrielle Revolution“ bezeichnet wird, ändert sich das deutlich. Denn Digitalisierung ist keine rein interne Überlegung – sie findet überall statt, wird von jedem einzelnen Kunden getrieben und mit vielen innovativen Nadelstichen täglich erneuert. Das zieht eine bedeutende Erkenntnis nach sich: Eine Digitalisierungs-Strategie kann heute nichts mehr sein, was auf hoher Managementebene entschieden und dann per Organigramm nach unten diktiert wird. Nur, wenn das ganze Haus organisatorisch, prozesshaft und kulturell erfasst wird, entsteht die Bewegung, die dringend gebraucht wird. Das klingt abstrakt und sehr nach Berater-Talk? Nein, das ist hochpragmatisch, denn es gibt sofort griffige Hebel.

Von ganz oben zuerst nach ganz unten denken

Wie die digitale Transformation in einem Unternehmen genau ablaufen wird, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Hier gibt es leider keine Strategien von der Stange. Was aber immer wieder deutlich wird, ist, dass jede Digitalisierungs-Strategie solange Papier bleibt, bis das Fundament sie überhaupt ermöglicht. Erst, wenn die technologischen und organisatorischen Grundlagen gesetzt sind, werden Ideen, Business Cases und Kundenzentrierung erst möglich. Aber dann auch sehr konkret und schnell. Denn in Zeiten der digitalen Transformation kann man nicht warten, bis alles theoretisch für Jahre durchgeplant ist. Sonst überholt der Markt die Pläne. Ihre Strategie muss robust, aber auch agil sein.

Agile Digitalisierungs-Strategien

Die COVID-19-Pandemie hat vielen Unternehmen drastisch vor Augen geführt, was geschieht, wenn Geschäftsprozesse und ‑modelle nicht digital funktionieren. Die Pandemie war in den vergangenen Jahren jedoch nur eine von vielen kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und marktbezogenen Veränderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert wurden.

Die Digitalisierungs-Strategie und letztlich die digitale Transformation muss sich an aktuelle Gegebenheiten schnell anpassen und die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens sichern. Dazu braucht es Werkzeuge und vorausschauenden Analysen, mit denen Störungen, Marktveränderungen und neue Chancen frühzeitig erkannt werden

Wie wir Strategien wirksam spiegeln und spürbar in Bewegung bringen.

Der Weg zu einer digitalen Strategie ist komplex. Es ist nicht „diese eine Präsentation“, die Sie abhaken und morgen umsetzen. Es ist ein Prozess mit vielen Einflussfaktoren von innen und außen. Die Konsolidierung eines solchen Prozesses in eine eindeutige, klar erfassbare und umsetzbare Strategie ist eine Herausforderung. Zumal diese Strategie auch hin zur nächsten Führungsebene und in Fachabteilungen übersetzt werden muss. An diesem Punkt setzt Pentadoc an. Und zwar nicht als Besserwisser-Berater, der Ihre Strategie noch einmal in Frage stellt, sondern als plakativer Spiegel auf unser Modell des Digitalen Hauses.

Die Vorteile werden mit einem Blick auf unser Modell klar: Ihre Strategie bekommt eine bildhafte Struktur, die sehr direkt und individuell erkennbar macht, welche Ebenen und Säulen berücksichtigt werden müssen – und was genau an diesen Stellen zu tun ist, welche Lücken da sind und wo Potentiale stecken. Dabei dient unser Modell auch längerfristig als Reflektion zu den Entwicklungen Ihres Unternehmens und wird damit zu einem wertvollen Monitoring-Instrument.

Pentadoc übersetzt Strategien in die Praxis:

  • Konsolidierung Ihrer Digitalisierungs-Strategieunterlagen
  • Übersetzung vorhandener Erkenntnisse, Ziele, Zusammenhänge und Aufgaben der Methodik des Digitalen Hauses
  • Plakatives Aufzeigen von Potentialen, konkreten Aufgaben, Notwendigkeiten, Quick Wins und Lücken
  • Erste Empfehlung zu Umsetzungsprioritäten mit Fokus auf das digitale Fundament

Eine digitale Strategie braucht einen agilen Fahrplan und die richtigen Stopps für einen aktuellen Marktabgleich

Die Strategie steht – doch wo genau fängt man am besten an? Diese Abwägung ist für Unternehmen schwer. Denn in dieser Frage stecken neben wirtschaftlichen Entscheidungen auch taktische, organisatorische, technische, personelle und „innenpolitische“ Abwägungen. Auch an dieser Stelle bietet das Modell des Digitalen Hauses gute Unterstützung: Digitale Transformation wird für Ihr Unternehmen erst umsetzbar, wenn das digitale Fundament ausgereift ist. Das bedeutet nicht automatisch die allererste Priorität – aber eben auch keine, die weit hinten liegt. Denn sonst laufen andere Projekte in schwarze Löcher: Man will etwas auf den Weg bringen, aber die Voraussetzungen dafür sind nicht geschaffen – Projekte und Ideen kommen zum Stillstand. Wir prüfen und entwickeln verschiedene Umsetzungsszenarien auf Basis der vorliegenden Strategie – sowohl zeitlich, wie auch inhaltlich und bringen Themen in kausale Zusammenhänge. Daraus entwickeln sich Szenarien mit ineinandergreifenden Projekten, die mit Meilensteinen versehen werden. So wird Ihre Strategie ein robuster und agiler Umsetzungsplan.

Diese Artikelserie beleuchtet die Methodik des Digitalen Hauses im Rahmen der Digitalen Transformation. Hier können Sie zu den einzelnen Ausführungen springen: 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6  / 7 

Autor

  • Guido Schmitz

    Guido Schmitz ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Pentadoc AG. Als Berater betreut Guido Schmitz Unternehmen in Prozessen der Strategieentwicklung im Bereich Informationslogistik, führt und moderiert Workshops zum Anforderungsdesign. Guido Schmitz ist ein gefragter Keynotespeaker auf Strategietagungen und Kongressen.

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